der haarforscher (pililoge) nox konnte sich ihr plötzliches erscheinen in dieser nacht nicht erklären. nachdem nox in einem geheimen labor die völlige beschreibung der haarmatrix des mauswiesels gelungen war, entstanden in einem reagenzglas wesen, deren pure existenz der welt ein neues fragezeichen hinzufügten. die lichtkreise, die einem säugetierartigen blick ähnelten, der alle freuden und leiden des lebens spiegelte, brachten ihn dazu, diese seltsamen wesen „haarige hermaphroditen“ zu nennen. im gegensatz zu dem unglücklichen hermaphroditus, der durch die ewige und innigste umarmung der quellnymphe salmacis die schönheit und gestalt der frau mit dem schwanz des mannes in sich vereinte, schienen diese wesen eher un- bzw. übergeschlechtlich. . jedenfalls war ein autopoetisches system mit funktionierendem zellstoffwechsel entstanden, obwohl nox sich fast sicher war, diese eigenartigen wesen nur aus der haarmatrix erzeugt zu haben. die augenähnlichen, rätselhaften lichtkreise der „haarigen hermaphroditen“ beunruhigten nox aufs äusserste. er erinnerte sich an einen satz wittgensteins, wo es hiess, dass nur ein einziges, vollkommen irreales geschehnis ausreiche, die welt aus den angeln zu heben. zweifellos hatte nox längst den überblick der ergebnisse seiner arbeit verloren. etwas hatte zu wuchern begonnen. ein surplus des dschungels. ausserhalb des regimes der präzisen eindeutigkeit.

Öl , Mischtechnik auf Leinwand (100 cm x 100 cm)