Biopolitik als Herrschaftspraxis
Die Neutronenbombe im sozialen und kulturellen Leben

Mit den epidemischen, viralen Geschehnissen in Wuhan, im Januar 2020 begann fast weltweit eine in der Menschheitsgeschichte einmalige Machtergreifung der herrschenden Klassen (Politpersonal, Administration, Staats- und Konzernmedien, digital-pharmakologischer Komplex, Finanz- und Wirtschaftsoligarchen und ihrer Narrative setzenden NGOs) gegen die jeweiligen Bevölkerungen. Die nachfolgende Betrachtung fokussiert auf die Geschehnisse in Deutschland, in Variationen war allerdings auf allen Kontinenten, in fast allen Staaten1 eine ähnliche obrigkeitsstaatliche, totalitäre Usurpation der oben genannten Konglomerate bei Aussetzung zentraler Grundrechte festzustellen.

[Bildquelle: Paris attaque, Serie Dosis, Mixed media, Öl auf Leinwand, Bertold Albrecht]

Wie ein diabolus ex machina wurde Sars-Cov-2 als der ideale, totale Menschheits- und Staatsfeind auf der Weltbühne installiert und bot den zum Teil gewählten, zum Teil selbsternannten politischen Repräsentationseliten die säkulare Möglichkeit einer neuen, scheinbar legalen Herrschaftsform (nach Max Weber) oder die Gouvernementalität einer heuchlerisch, perfiden Biopolitik ( nach Michel Foucault). Selbsternannt? Die M&M- Gruppe (Merkel und die Ministerpräsidenten) zum Beispiel, die faktisch das Krisenregime seit dem 26.3.2020 übernommen hatten, bilden keinerlei Verfassungsorgan und hatten sich in dieser Rolle und Zusammensetzung selbst ermächtigt.

Text „Biopolitik als Herrschaftspraxis“ als Videoclip, gekürzt.

Spätestens seit den Untersuchungen durch Prof. Streek in Heinsberg, Mitte April 2020, auch schon nach einem Artikel im Nature Magazin vom 19.03.2020 hätte klar sein sollen, dass es sich um einen Erreger handelt, der im Einzelfall bei Vorerkrankten eine sehr ernste Krankheit darstellt, aus rein epidemiologischer Sicht für die Gesamtbevölkerung kaum eine höhere Letalität aufweist, als übliche Influenza Epidemien. Dass eine weitreichende Kreuzimmunität durch Corona spezifische T- Zellen schon vorliegt, wurde u.a. durch eine Tübinger Studie im Juli 2020 nachgewiesen. (ACU-A5 Prof. Sucharit Bhakdi im Außerparlamentarischen Corona Untersuchungsausschuss zum Thema: „Neues zum Corona-Fehlalarm“, Videoclip, min 33:00) So war in Deutschland, Österreich, Dänemark zwischen den Monaten Januar und August 2020 z.B. keine oder nur eine minimale Übersterblichkeit festzustellen, in anderen Ländern eine, die vergleichbar war mit meistenteils der Influenza zugerechneten Übersterblichkeiten der vergangenen Jahrzehnte. Auch in Schweden, wo weder Ausgangssperren noch Maskenzwang durchgesetzt worden waren, gab es auf Halbjahressicht über die Monate gemittelt, eine Übersterblichkeit, die einer schweren Influenza Epidemie vergleichbar war, nicht mehr. Auch hier keine „nationale Katastrophe“. Armes Schweden? – Der schwedische und der deutsche Corona-Weg im Vergleich. Christian Kreiß analysiert die Falschmeldungen aus den Mainstream Medien, es hätte in Schweden die meisten Toten seit 150 Jahren gegeben. Hier wurden einfach die realen Todeszahlen genommen und verglichen. Es wurde unterschlagen, dass sich die Bevölkerung in dieser Zeit um den Faktor 2,5 vermehrt hatte. In relativen Zahlen, Tote pro 100000 Einwohner, lagen die Todeszahlen im ersten Halbjahr 2020 in der Mitte der vergangenen 6 Jahre.
Das heißt: in Schweden gab es im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich der letzten 6 Jahre keine Übersterblichkeit. Von „Pandemie“ konnte keine Rede sein.
Ein sehr wichtiger Artikel, der aufzeigt: der faire Vergleich mit Schwedens Coronapolitik macht die Notstandsmaßnahmen in den anderen europäischen Ländern zur Farce.

Die Methode dieser globalen biopolitischen Machtergreifung war einfach, effektiv, mit feinstem, partikularen Zugriff und fast beliebig skalier- und steuerbar, solange nur das Angstlevel einer Mehrheit der Bevölkerung hoch genug gehalten werden konnte. Hier spielten die Massenmedien weltweit eine erschreckend gleichgeschaltete Rolle. Es wurde weltweit ein Krieg gegen die Bevölkerungen entfacht mit einem geradezu idealen Gegner. Ein Virus mit zunächst hohem Ansteckungspotential bei extrem geringem Letalitätsgrad für Kinder, Jugendliche, sowie die tätige Mehrheit der Bevölkerung und relativ hohem Letalitätsgrad für multipel Erkrankte und Alte mit deutlich reduzierter Immunabwehr. Dieses Set reichte, um die Gesamtbevölkerung nicht nur in Angst zu versetzen, sondern nötigte auch jeden einzelnen in einen perversen Schuld- und Verantwortungszusammenhang egal ob als potentieller Ausscheider, Gefährder, Verdächtiger oder potentieller Virenüberträger. So wurde binnen weniger Monate jeder zur abstrakten, tödlichen Gefahr des Nächsten in der Infektionskette hin zu den Risikogruppen stilisiert. Zu diesem pathologischen, Schuld generierenden Konstrukt kamen weitere psychopathische Regime-Anmaßungen. Physischer Mindestabstand (eine Gewaltpraxis aus Gefängnissen und Lagern) setzte sich plötzlich als dekretierte neue Normalität und wurde so von Regierung und regierungsnahen Medien in staccato propagiert. Nachdem der Höhepunkt des epidemischen Geschehens2 überschritten war, wurde neben einer massiven Testausweitung ein flächendeckender Maskenzwang in allen geschlossenen, öffentlichen Räumen erlassen, in manchen westlichen Ländern und Regionen auch im Freien. In Institutionen, Kliniken, Firmen und im Gewerbe wurden willkürliche, kafkaesk kleinmaschige Hygieneordnungen erlassen, zunächst bar jeder Gesetzesnorm. Diese wurde dann am 18.11.2020 mit dem sogenannten „Dritten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ von den Disziplinsparlamentariern von CDUSPDGRÜNE über den neuen §28a des Infektionsschutzgesetzes nachgeschoben. Und es wirkte bis in die feinsten Substrukturen des psychosozialen Lebens. Die Saint-Juste- und Robespierre- Typen hatten Hochsaison. Die Notstandsmaßnahmen der Regierungen (mit wenigen Ausnahmen) und der untergeordneten Systemlinge können spätestens ab Mitte April nur noch als kriminell bezeichnet werden.

Zunächst ging es in der flächendeckenden medialen Dauerhysterie um die Auslastung des Gesundheitssystems, dann um den R Faktor und die Gefährlichkeit des Virus in spezifischen Einzelfällen, als dies auch im Vergleich zur Influenza nicht mehr genug Gefährlichkeitspotential abgab, um auch nur annähernd tatsachengestützt Angst zu erzeugen, war ab Ende Juli 2020 bei massiv erhöhten Testungen von sogenannten „Infektionsfällen“ die Rede, wobei nicht mehr unterschieden wurde, zwischen rein positiv getesteten mit keinerlei Symptomen, den wenigen tatsächlich aktiven Infektionen, den noch weniger Erkrankten oder gar Verstorbenen. Studien, die im August 2020 nachwiesen, das die Gefährlichkeit des Virus nachlasse und durch Kreuzimmunitäten vergangener Coronaviren auch schon eine gewisse Herdenimmunität vorlag, was Herr Dr. Wodarg schon im März vorhergesagt hatte, wurden von Politik und Massenmedien in geradezu krimineller Ignoranz verschwiegen. Stattdessen hielten Politik und staatsnahe Konzernmedien gerade zu pervers fixiert die Mär vom extrem gefährlichen Virus aufrecht. Befragungen in Europa und den USA, Infektionszahl, Virulenz und Letalität betreffend, ergaben, dass die große Mehrheit der Bevölkerung die Gefährlichkeit des Virus maßlos überschätzte (bei einigen Maßzahlen zum Teil um den Faktor 300).

Es ließen sich durch die perpetuierte Propaganda der tatsächlich gleichgeschalteten ÖR Organe und der Konzern-Altmedien angstgetriebene, verunsicherte Bevölkerungsmassen mobilisieren, die zuvor durch die bloße Kraft einer abstrakten Idee nie zu greifen gewesen wären. Dies war und ist den politischen Akteuren selbstverständlich bewusst. Die Sentenz der heiligen Greta des UN Politpersonals, „I want You to panick“ wurde plötzlich als Herrschaftsmodus in diesem hybriden Krieg der Politiker gegen ihre Bürger umsetzbar.

Biopolitik als Regierungspraxis

Die Regierungspraxis der“neuen Normalität“ lässt sich in Anlehnung an Foucault (La naissance de la Biopolitique) und Agamben (Homo sacer, Die souveräne Macht und das nackte Leben) Bio-Macht oder Biopolitik nennen. Man könnte diese Herrschaftsform eines politisch-dystopischen Grauens auch Krankheitspolitik, Hygieneobrigkeitsstaat, Gouvernantendiktatur, Paranoiaregime, Infektionskettentotalitarismus nennen.

Mit Biomacht (franz. Biopouvoir) und später Biopolitk beschrieb Foucault zunächst einmal Herrschaftstechniken, die „nicht auf den Einzelnen, sondern auf die gesamte Bevölkerung zielen“, Bevölkerung als „eine Gruppe, die nicht einfach nur aus vielen Menschen besteht, sondern aus Menschen, die von biologischen Prozessen und Gesetzen durchdrungen,beherrscht und gelenkt sind [und die] eine Geburtenrate, eine Alterskurve […], einen Gesundheitszustand.“ „Diese Macht ist dazu bestimmt, Kräfte hervorzubringen, wachsen (zu) lassen und zu ordnen, anstatt sie zu hemmen, zu beugen oder zu vernichten. […] und um die Bevölkerung als Produktionsmaschine zur Erzeugung von Reichtum, Gütern und weiteren Individuen [zu] nutzen. […] Statt die Grenzlinie zu ziehen, die die gehorsamen Untertanen von den Feinden des Souveräns scheidet, richtet sie [die Bio-Macht, d.V.] die Subjekte an der Norm aus, indem sie sie um diese herum anordnet. […] Eine Normalisierungsgesellschaft ist der historische Effekt einer auf das Leben gerichteten Machttechnologie.“

Während bei Foucault noch die Biomacht eher intrinsisch als Versprechen gebunden ist, die beherrschte Bevölkerung einem Schutz-, Fürsorge- und Normalisierungsprozeß zu unterziehen, brachte Agamben die Installation des Ausnahmezustands und die damit verbundenen terroristischen Zumutungen und Übergriffe des Staates in den Brennpunkt biopolitischen Handelns. Im auf die Spitze getriebenen biopolitischen Handeln der Staatsmächte ab 2020 werden Foucaults und Agambens Herrschaftsmodi noch mit einem dritten Nexus injeziert und gesteigert: Angst und Schuld. Zum einen der perpetuiert installierte Angsteffekt durch das krass überzeichnete virale Wirken des „Idealagenten“ Sars-Cov-2 als propagierter „Killervirus“ in nuce. Und zum anderen die in serieller Reihung behauptete und aufgezwungene Schuld- und Verantwortungsagenda im Zugriff auf jeden Einzelnen als potentieller Krankheitsüberträger, Ausscheider, Infektionsverdächtiger.

Jetzt bleibt von der Zumutung einer mehr oder minder in Watte gepackten Fürsorgediktatur nur noch die dystopische, rein negative Energie eines kontinuierlichen Schuldzusammenhangs der viralen Übertragung.

Die potentielle Krankheit und ihre damit verbundenen Überträger, Ausscheider, Infektionsverdächtige, mithin jede/r vom Kleinkind bis zum Greis, wurde in ein terroristisch, kleinkariertes Angst-, Schuld-, Verantwortungskorsett gezwungen. Es war erstaunlich und erschreckend, dass dieser Herrschaftsmodus als täglich gelebte Praxis und „neue Normalität“ innerhalb von wenigen Monaten des Jahres 2020 weltweit – mehr oder minder rigide– implementiert werden konnte, mit immer neuen, infamen, anmaßenden Hygieneverordnungen, die bis in den kleinsten Bereich der sozialen Lebenswelt und in die Arbeits-, Produktions- und Dienstleistungszusammenhänge metastasierten. Der permanente Ausnahmezustand, der sich vom Infektionsgeschehen und seiner Letalität längst entkoppelt hatte, staatliche Nötigung und Übergriffigkeit, absurde Befehle installierten einen allgegenwärtigen relativ beliebig abrufbaren Lagermodus im öffentlichen Raum. Über allem lastete bleischwer eine flächendeckende Einschüchterung und offen angestrebte, bewusst herbeigeführte Rechtsunsicherheit. Die Mainzer Rechtsanwältin Jessica Hamed hatte Akten zu den Corona Notstandsmaßnahmen für eine Normenkontrollklage über den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof angefordert. Antwort des bayerischen Gesundheitsministeriums: „Solche Akten gibt es nicht.

Von Regierungsseite und in den angeschlossenen Konzern- und Regime-Medien wurde verlautbart, dass es kein Zurück gäbe aus dieser sogenannten „neuen Normalität“. Zu diesem Systemzusammenhang gehörten unfassbar dreiste Sätze des Politpersonals zum Beispiel von A. Merkel: „..man müsse die Zügel jetzt wieder anziehen“, die einer mittelalterlichen Herr-, Vieh- und Knechts- Symbolik entstammen und die von den Massenmedien geradezu ekelerregend, ohne jegliche Kritik, pervers masochistisch untertänigst verbreitet wurden. Auch Merkels dumm unwissenschaftliches, ja kriminelles Diktum, die Pandemie sei erst beendet, wenn ein Impfstoff gefunden sei, reiht sich ein in den neuen Totalitarismussprech der globalistischen Politinternationalen. Gegner und Kritiker dieser Ermächtigungspolitik wurden flächendeckend diffamiert und verleumdet ( mit den immer gleichen, stupiden Phrasen), nicht durch die Macht von Argumenten, sondern durch die der Repetition. Die Lüge kann noch so absurd sein, durch dauernde Wiederholung wird die Absurdidät zur erratischen Wirklichkeit.

Da der politische Sachverhalt selbst eigentlich nur noch nach kafkaesken Kriterien zu fassen war und Züge einer globalen, dystopischen Realsatire annahm, verschwamm mit zunehmender Gewohnheit einer gehorchenden Mehrheit in Alltags-, Behörden-, Klinik- und Arbeitsbezügen die Grenze zwischen Irrwitz und Wirklichkeit auf groteske Weise3.

Die Herrschaftspraxis der Biopolitik fand eine noch nie dagewesene Klimax, von Konzern- und Regierungsverlautbarungsmedien und multinalionalen NGOs befeuert und propagiert. Die Mainstreammedien, die weltweit nur 3-4 Nachrichtenagenturen anhängen, waren zu Werbeagenturen der Regierungen verkommen, die Manipulationsbegrifflichkeiten produzierten wie Alltagsmaske, AHA Regeln und anderen höllischen Unsinn.

Die neue Biopolitik greift direkt in die scheinbar natürlichsten,sozialen, psychologischen und biologischen Gewohnheitsstrukturen in ihrer jeweils aktuellen Normalverteilung ein. Foucault beschreibt, wie diese Mechanismen in der Entwicklung des Neoliberalismus schon stark einen zunehmenden Normalisierungs- und Gleichschaltungsdruck gesetzt hatten4. Dieser an sich nicht neue Prozess wurde durch die Corona Ermächtigungsverordnungen geradezu exponentiell beschleunigt und verwaltungstechnisch in jeglichen Systemzusammenhang transponiert. Des Teufels Palast hat viele Kammern und Ziegel. Zudem wurde anders als bei Foucault, der die Biopolitik eher als intrinsische, pro bono et normalitate- Regierungspraxis beschreibt, noch das Element des äußeren Feindes in Gestalt des Virus wirkmächtig einbezogen. Als utopische Paraphrase ließen WEF, Worldbank, ISF und Co eine größtenteils schrecklich geschichtslosen, fast schon verblödeten Linken ein paar Sozialgimmicks zukommen: ein bisschen Nachhaltigkeit, ein paar Fernreisen, Massenveranstaltungen und schnöde Unterhaltung verbietende Tugenddekrete, ein wenig Klimarettung und FFF Gehüpfe garniert mit ein wenig E- Mobilität und sündhaft teuren Lastenbikes als Statussymbol des konditionierten Mustermenschen. Näheres dazu in Variation weiter unten, das Ritornell des Wahnsinns abbildend.

Die Hygieneverordnungen im Hier und Jetzt

Das im Gestenkanon des „symbolischen Tauschs“ (Baudrillard) über Jahrtausende gewachsene Nähe- und Abstandsverhalten im Alltag wird per Dekret paranoisch auf berührungslosen Mindestabstand befehligt. In D zum Beispiel auf 1,50 Meter, in F auf 1,00 Meter. Hier zeigt sich im Detail auf zynische Weise die ausführlichere Straflager Erfahrung auf deutscher Seite, denn 2 Personen können sich bei ausgestreckten Armen auf 1,50 Meter Distanz in der Regel gerade nicht mehr berühren, aber zum Beispiel gerade noch einen größeren Gegenstand weiter reichen. Die Gesichtsmimik als Grundkonstante menschlicher Kommunikation wird durch die entwürdigende Maskierung fast komplett unterbunden. Masken wurden im Lauf der Geschichte immer wieder als Symbol eingesetzt, um Herrschaftsverhältnisse auszudrücken, die Unterworfenen zu demütigen und ihre Entmündigung zur Schau zu stellen.

Waschzwangssäulen mit Desinfektionsmitteln, Abstandsmarkierungen, Bewegungsbahnen, Gruppenkontigentierung, Apartheitszonen werden flächendeckend im öffentlichen Raum installiert. Durch ein engmaschiges System behördlicher Hygienedekrete wird der Zugriff der politischen Klasse auf die entmündigte Bevölkerung von der Exekutive auf die Unternehmen, Institutionen und Behörden schließlich auf alle Bürger vom Baby bis zum Greis verlagert. Sie werden qua Dekret durch Behördenweisung zur Hilfspolizei, zur Lageraufsicht im öffentlichen Raum und zum potentiellen Denunzianten gemacht. Und gleichzeitig, falls sie die groteske Simulation dieses Machtspektakels einer perpetuierten Schuldkette nicht mitspielen, zu potentiellen Tätern am Tod anderer.

Die staatliche Nötigung und Übergriffigkeit auf die Körper wird dadurch in der Tiefe des sozialen Raums fein gerastert modularisiert und gehorsamstechnisch perfektioniert verteilt.

Der symbolische Tausch, als die zeichenhafte Matrix des Alltags der Lebewesen, die alles zusammen hält, wird nachhaltig unterbunden oder gravierenden Störungen unterworfen. Es entwickelte sich innerhalb von wenigen Monaten ein allgegenwärtiger, noch nie dagewesener, fast globaler, staatsterroristischer Nötigungszusammenhang. Eine Statistik für die Toten der weltweiten Zwangsmaßnahmen wird den Historikern überlassen sein.

Biopolitik, der Kontext

Biopolitik als Herrschaftsmodus braucht, wenn sie sich aus einem verfassungsrechtlichen „Normalzustand“ heraus entwickeln soll, den Ausnahmezustand. Die Setzung des Ausnahmezustands bestimmt nach Carl Schmitt den wahren Souverän.5

Am 25. März 2020 wurde in Deutschland dieser Ausnahmezustand ohne eine Gegenstimme durch das Dekret eines eigens dafür geschaffenen Artikelgesetzes, welches „ein Infektionsgeschehen nationaler Tragweite“ feststellt, vom Bundestag beschlossen. Zunächst bis 31.03.2021. Die zentrale Begrifflichkeit des Artikelgesetzes – Infektionsgeschehen nationaler Tragweite – , die noch nicht einmal eine klar benannte, auf Obduktionen beruhende Letalitätsrate mit einbezieht, ist kein Legalbegriff und skandalös schwammig. Dieses Ermächtigungsgesetz war der Beginn eines Regimes der Bio- oder Krankheitspolitik. Nicht nur Artikel 1-20 des Grundgesetzes stehen ab diesem Zeitpunkt unter Vorbehalt des Infektionsschutzgesetzes.

Die globalisierte Machtergreifung

Dass ähnliche Ermächtigungen und Usurpationen hin zu Hygienediktaturen fast weltweit statt fanden und das gesamte Politarsenal die Gunst der Stunde nutzte, um Myriaden von ungelösten Problemfeldern unter dieses neue Paradigma zu setzen und ein paranoides System aus Angst, Schuld, Vereinzelung, Einschüchterung, sozialen und psychologischen Verfalls zu installieren, ist in der Geschichte der Menschheit bislang in dieser Weise einmalig.

Die Gewinner dieses Prozesses lassen sich an den Börsenkursen ablesen. Wenige Monate nach Beginn der Ausgangssperren, als die Börsenkurse massiv einbrachen, bewegten sich dieselben schon wieder nahe den alten Höchstständen oder übertrafen sie sogar.

Bundespräsident Schäuble bezeichnete am 21.08.2020 die Coronakrise als „große Chance für die EU: Der Widerstand gegen Veränderung wird in der Krise geringer. Wir können die Wirtschafts- und Finanzunion, die wir politisch bisher nicht zustande gebracht haben, jetzt hinbekommen.“

Die sogenannte „neue Normalität“, die als hybrid-kriegerischer Akt gegen die Bevölkerungen installiert wurde, deckt sich in großen Teilen mit dem Narrativ der 4. industriellen Revolution (The great reset) des WEF (World Economic Forum). In diesen Diskurs ist ein pseudogrüner, scheinbar nachhaltiger Impetus und eine simulierte Vereinnahmungs- und Beteiligungsrhetorik eingebaut, die große Teile der FFF Generation und andere Umwelt- und Klimaangst- Bewegte mitsamt der universitären Lifestyle- Linken mit in die Reihen der Stakeholder, Finanzoligarchen und progressiven Neoliberalen integriert. Die Pseudolinken dackeln auf diese Weise als willkommene Corona-Softnazis vor dem Space shuttle der Davoser Oligarchie. Schwab oder Soros lachen sich einen Stakeholder über die Naivität der Enkel und Urenkel der klassischen Salonlinken und anderer links- oder nachhaltigkeitsorientierter Infanten. Dieser Vereinnahmungs- und Selbsttäuschungsprozeß ist nicht neu, vielleicht hat sich nur die Dreistigkeit und die Komik gesteigert. Das kuriose Drama der Linken hatte schon Baudrillard in den 1970er Jahren beschrieben6.

Düsterer Horizont, erste Hoffnungsschimmer

Es bedarf großer Hoffnung und viel Mut, Selbstbestimmung und Elan um sich aus den Protestbewegungen der Bevölkerungen heraus vom Angstkorsett, der Übergriffigkeit und dem Terror der Regierungen zu befreien, um neue basisdemokratische, subsidiär angelegte Politsysteme jenseits des parlamentarisch-repräsentativen Raums zu etablieren. Die kritischen Massen in den verschiedenen Staaten sind noch nicht erreicht. Von Bewegungen wie Bürgerrechtsbewegungen wie Querdenker, nichtohneuns und auch dem schwedischen Regierungshandeln geht ein erster Hoffnungsschimmer aus. Ab September 2020 findet sich auch in Österreich, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien zunehmender Widerstand gegen die Corona Notstandsmaßnahmen.


1 Die wenigen Ausnahmen, wie zum Beispiel Schweden, bedürften einer gesonderten Analyse, um das Ausmaß der verheerenden Machtergreifungen in den anderen Staaten weltweit besser beurteilen und vergleichen zu können.

2 Das epidemische Geschehen, egal ob Lockdown oder nicht, nimmt immer einen Glockenform ähnlichen Verlauf an. Darauf haben z.B. Didier Raoult (F) oder Dr. Wodarg (D) und andere schon im März 2020 hingewiesen.

3 Nur einige Beispiele: Im September 2020 wurde von Schülern einer 3. Grundschulklasse in München verlangt, ein Geburtstagsständchen nur zu summen. Geburtstagskerzen durften nicht ausgeblasen werden. Die Grundschulkinder hatten neben Maskenzwang auf dem Pausenhof unter Strafandrohung 1,50 m Abstand zu halten. Es wurde den Grundschulkinder untersagt, sich etwas untereinander auszuleihen. Strengstens untersagt war, Speisen weiterzugeben. In einer Freiburger Uniklinik hatten die Besucher der ehemals öffentlich zugänglichen Mensa einzeln mit Mundschutz am Tisch zu sitzen und wirklich nur während der Nahrungsaufnahme den Mundschutz abzunehmen und diesen in eine Plastikschale zu legen, dies alles ärmellos und ohne Schmuck. In einem Freiburger Schwimmbad durfte nur mit Mundschutz geduscht werden. Auf der Schwimmbahn, die strikt eingehalten werden musste, durfte nicht überholt werden. Beispiele wie diese breiteten sich im Land wie eine Seuche aus und vergifteten das soziale Leben flächendeckend. Dies alles, als das virale Geschehen schon fast völlig beendet war.

4„Statt die Grenzlinie zu ziehen, die die gehorsamen Untertanen von den Feinden des Souveräns scheidet, richtet sie [die Bio-Macht, d.V.] die Subjekte an der Norm aus, indem sie sie um diese herum anordnet. (…) Eine N ormalisierungsgesellschaft ist der historische Effekt einer auf das Leben gerichteten Machttechnologie.“ Foucault

5 Formaljuristisch wäre der Souverän nach der deutschen Verfassung das Volk oder die Bevölkerung. Dies gehört wohl zu den kardinalen Nichterfüllungstatbeständen der politischen Praxis und der damit verbundenen Grundgesetzwirklichkeit seit Bestehen der Bundesrepublik. Denn die im Parlament vertretenen Repräsentanten repräsentieren nur noch ihr Parteisoldatentum, aber nicht die Interessen von Bevölkerungsgruppen. Die Repräsentativität der Parlamentsdemokratie krankt von Anbeginn an der Krise der Repräsentation, deren Auflösung schon Baudrillard in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts beschrieben hatte. (Jean Baudrillard, Die göttliche Linke)

6 Die göttliche Linke, Jean Baudrillard, Matthes Verlag.